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konservative Therapie

Spinalnervblockaden

Facettengelenksinfiltration

2 dünne Nadeln werden an den Gelenkspalt geführt.

Bei den Spinalnervblockaden im Bereich der Wirbelsäule wird gezielt nach palpatorischer Höhenkontrolle, unter Durchleuchtung oder CT-gesteuert in den Bereich der Spinalnervenwurzel einseitig, beidseitig oder in mehreren Segmenten ein Narkosemittel, ggf. zusätzlich versetzt mit einem Cortisonpräparat, appliziert.

Darunter kommt es zu einer Entreizung und Abschwellung sowie Blockade der entsprechenden Nervenwurzel, was zur Schmerzlinderung im Rahmen der Schmerztherapie eingesetzt wird. Diese Injektionen müssen in der Regel 6-12 Mal in unterschiedlichen Abständen erfolgen und haben eine Erfolgsquote von ca. 60-70 %.

Nach der Injektion schließt sich eine Überwachungsphase an, in der Puls, Sauerstoffsättigung des Blutes und ggf. eine EKG-Kontrolle erfolgen. Auch kann gelegentlich die Anlage einer Infusion aus Sicherheitsgründen erforderlich sein.

Unter den Injektionen soll eine zügige Schmerzlinderung erreicht werden, dabei kann es gelegentlich zu einem Taubheitsgefühl oder auch zu einer Schwäche der von diesen blockierten Nerven versorgten Muskulatur kommen, was bis zu 3 Stunden anhalten könnte. Dann wäre der Aufenthalt in der Praxis entsprechend länger.

Sakrale Blockaden, Peridurale Blockaden

Bei der periduralen oder sakralen Blockade oder landläufig auch Rückenmarksnarkose genannten Infiltration und Überflutung des Nervenwurzelschlauchs (Kaudalsack) im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule wird über einen kleinen Zugang im Kreuzbein (Hiatus sakralis) eine Kanüle oder ein Katheter in die Nähe des Nervenwurzelsacks vorgeschoben und dann ein Narkosemittel mit ggf. Beimengungen von Cortison oder einem Enzym appliziert.

Darunter soll es zu einer Blockierung der unteren Lenden- und Sakralnervenwurzeln, welche z. B. durch einen Bandscheibenvorfall oder durch eine Wirbelkanaleinengung gereizt sind, kommen. Die Schmerzen sollen reduziert werden und zudem eine Abschwellung der gereizten Nervenwurzeln erfolgen. Erfahrungsgemäß beträgt die Erfolgsquote 60-70%. Es werden 6-12 Injektionen in unterschiedlichen Zeiträumen erforderlich sein.

Zu den Injektionen bedarf es einer Überwachung in der Praxis von mindestens 30 Minuten Dauer. In der Zeit werden Puls und Sauerstoffsättigung des Blutes oder auch gelegentlich eine EKG-Ableitung durchgeführt. Weiterhin kann gelegentlich die Anlage einer Infusion erforderlich sein.

Unter dieser intensiven Schmerztherapie kann es gelegentlich zu einem Taubheitsgefühl oder auch zu einer Schwäche des Unterleibs und der Beinmuskulatur kommen, welche einen längeren Aufenthalt in der Praxis erforderlich machen würden. Erfahrungsgemäß verschwindet diese zum Teil gewollte Anästhesie und Schmerzfreiheit der unteren Körperhälfte nach 3 Stunden, ähnlich einer Betäubung zu einer zahnärztlichen Behandlung.

Kryochirurgische (Facetten-) Denervation

Es handelt sich hierbei um eine mikro-invasive, percutane Schmerztherapie-Methode, die eine schonende Leitungsanästhesie durch Kälteeinwirkung ermöglicht.

Die Hauptanwendungsgebiete sind:
Facettensyndrome an der gesamten Wirbelsäule mit Nacken- und Hinterkopfschmerzen, Interkostalneuralgien, und insbesondere auch das sogenannte Postnukleotomiesyndrom nach lumbalen Bandscheibenoperationen.
Periphere Nervensyndrome, einschließlich Narbenneurome.
Epicondylitiden (Tennisellenbogen, Golfellenbogen).

Der Eingriff erfolgt ambulant. Nach einer örtlichen Betäubung der Haut wird die Kryosonde ans Ziel gebracht (an der Wirbelsäule unter Röntgen-Kontrolle). Nach einer Stimulation der entsprechenden Nerven, um den Sitz der Sonde genauer bestimmen zu können, werden mehrere einminütige Vereisungen mit einer Kälte von ca. 60° durchgeführt.
Bei einer richtigen Indikationsstellung zeichnet sich dieser Eingriff durch eine Erfolgsquote je nach Behandlungsfall von 50-70 % aus. In den meisten Fällen dauert die Schmerzlinderung bzw. die Schmerzfreiheit ca. 6 - 24 Monate. Ein wesentlicher Vorteil dieses Eingriffs besteht darin, daß er fast beliebig und auch in kürzeren Zeitabständen wiederholbar ist.