Glossar
Arthrose
Arthrose bezeichnet einen Gelenkverschleiß, der das Altermaß überschreitet.
Sie kann auch die Wirbelgelenke betreffen und Ursache von Rückenschmerzen sein. siehe [LINK]
Computertomographie, CT
Das CT ist als Röntgenuntersuchung besonders geeignet für die Darstellung von Knochen. Weniger gut werden Bandscheiben und Nerven sichtbar.
Umgangssprachlich wird sie auch als die "kleine Röhre" bezeichnet, da die Gerätetiefe nur etwa 40 cm beträgt. Platzangst brauchen Sie hier nicht zu befürchten!
Nachteil ist die nicht unerhebliche Strahlenbelastung.
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DCS
Siehe SCS
Funktionsaufnahme
Dies sind Röntgenaufnahmen von derselben Stelle, die in verschiedenen Körperpositionen aufgenommen werden, bei der Wirbelsäule zumeist in Vor- und Rückneigung. Sie dienen der Diagnose von Gleitwirbeln.
Foraminalstenose
Einengung der Nervenkanäle (Foramina) seitlich der Wirbelsäule. Führt zu anhaltender Nervenreizung mit Schmerzen. Ursache zumeist degenerativ.
Ileosakralgelenk
Synonym: ISG, Beckeneckgelenk
Verbindung zwischen Becken und Kreuzbein. Kann bei Blockaden Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Leiste verursachen. Zumeist liegt eine Blockade als Folge einer anderen Erkrankung (Schongang, Lähmung, Schmerzen) vor und führt gerne zur ungenauen Diagnose "ein Bein ist kürzer".
Integrierte Versorgung (IV)
Zusammenführung von Leistungen und Leistungserbringern. In unserem Fall wird z.B. dem Patienten mit einem Bandscheibenvorfall ein Behandlungspaket aus Diagnostik, Operation, Krankenhausaufenthalt und physiotherapeutischer Nachbetreuung unter Führung eines Arztes angeboten.
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Kernspin-Tomographie, MRT
Synonyme: MRT, Magnet-Resonanz-Tomographie, "große Röhre"
Diagnostische Technik zur Darstellung der inneren Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern. Röntgenstrahlen kommen nicht zum Einsatz. Besonders geeignet ist die Technik zur Darstellung von Nerven- und Bandscheibengeweben. Damit ist sie die bevorzugte Untersuchung bei Wirbelsäulenerkrankungen.
Wichtig: Teilen Sie dem Arzt mit, ob sich Metallteile in Ihrem Körper befinden und ob Sie unter Platzangst leiden.
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Konservative Therapie
Alle Therapieformen, die keine Operation beinhalten: Ruhe, Wärme, Krankengymnastik, Infusionen, Medikamente, Spritzen, Infiltrationen
Myelographie
Bei der Myelographie wird mit einer dünnen Nadel jodhaltiges Kontrastmittel in den Rückenkanal (Spinalkanal) injiziert.
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Myelopathie
Wörtlich übersetzt: Rückenmarkserkrankung. Meistens trit sie in Zusammenhang mit einer Rückenkanalsstenose im Halsbereich auf, dann wird sie als cervikale Myelopathie bezeichnet. Sie geht mit Gangstörung (das Gehirn erhält keine Lageempfindungen mehr), Gefühlsstörungen, Lähmungen und Spastik einher.
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Nervenwurzel
Zwischen 2 Wirbelkörpern verlässt auf jeder Seite eine Nervenwurzel den Wirbelkanal. Die einzelnen Nervenstränge werden von der harten Hirnhaut geschützt. Das Nervenbündel besteht aus einem Gemisch von Fasern, die Informationen an das Gehirn leiten (Schmerz, Stellung der Gelenke, Gefühl) und solchen, die Befehle vom Hirn an die Muskeln leiten. Je nach Aufgabe der Fasern sind diese unterschiedlich dick. Bei Druck auf eine Nervenwurzel werden zuerst die dünnen und empfindlichen Schmerzfasern aktiviert, man spricht von einer Nervenreizung. Bei weiterem Druck kann es zu einer Schädigung kommen, die zuerst einen Ausfall der Gefühlsfasern (Taubheit) und später auch eine Schädigung der robusten Bewegungsnerven (Lähmung) bedeutet. Jetzt können die Schmerzfasern "ihren Dienst" einstellen: "Die Schmerzen gehen, die Lähmung kommt".
Nervenschaden
Eine Schädigung, die zu einem Nervenschaden mit Funktionseinbußen führt. Symptome sind Lähmungen, Gefühlsausfälle, Störungen der Feinmechanik und des Tastsinns, Blasen-Mastdarmstörungen. Im Bereich des Kopfes können Sehstörungen, Doppelbilder, Verschlucken oder Hörverlust auftreten.
Ein Sonderfall ist das neuropathische Schmerzsyndrom.
Neuropathie
Synonyme: neuropathisches Schmerzsyndrom, Nervenschmerzen.
Nerven sind vereinfacht dargestellt mit einem elektischen Kabel zu vergleichen. Bei der Neuropathie kommt es zu Isolations- oder Kabelbrüchen. Dabei können Nerven, die für Gefühl oder Bewegung zuständig sind, Schmerznerven anregen. Typisches Beispiel ist die Trigeminusneuropathie oder -neuralgie, wo Berührung zu stärksten Schmerzattacken führt.
Treten die Beschwerden zuerst in den Beinen auf so liegt zumeist eine Schädigung der kleinen Nervenenden vor. Die Symptome sind Brennen und Gefühlstörungen, zumeist wird es als beidseitig auftretend und strumpfförmig beschrieben. Ursachen können sein: Diabetes, Umweltgifte, Alkohol.
Neuropathischer Schmerz
siehe Neuropathie
Osteochondrose
Der Name besteht aus zwei Wörtern: Knochen (osteo) und Knorpel (chondro). Bezeichnet einen Verschleiß der knorpeligen Bandscheiben sowie der angrenzenden Wirbel und Wirbelgelenke.
Neurophysiologie
Hierbei handelt es sich um eine Untersuchungsmethode, wie sie auch in unserer Praxis Anwendung findet. Nervenbahnen werden dabei ähnlich einem elektrischen Kabel durchgemessen.
Man unterscheidet:
Die Elektroneurografie (ENG) dient der Funktionsüberprüfung eines peripheren Nervs. Es werden unter anderem die Nervenleitgeschwindigkeiten, die Amplitude und die Refraktärzeit erfasst. Diese Messung findet beim Karpaltunnel oder N. ulnaris Syndrom Anwendung).
Als ereigniskorrelierte Potentiale (EPs) werden Wellenformen im Elektro-Enzephalogramm (EEG) bezeichnet, die von Sinneswahrnehmungen ausgelöst (evoziert) werden. Damit werden ganze Nervenbahnen (vom Fuß->Rückenmark->Gehirn) vermessen.
Zumeist wird ein Nerv durch Klebeelektroden leicht elektrisch gereizt und das Signal im Nervenverlauf abgegriffen. Nur bei speziellen Muskeluntersuchungen kommen dünne Nadeln zum Einsatz.
Osteophyten
Knochenanbauten. Ähnlich wie beim Auto kommt es bei stark belasteten Teilen zum Verschleiß. Das kann zu einer Knochenreaktion führen, die durch vermehrtes Knochenwachstum zum Versuch der Stabilisierung von gelockerten Wirbelkörpern führen.
Phantomschmerz
Genau wie bei akuten Nervenverletzungen führt auch eine chronische Schädigung zu Symptomen. Kommt es im Nervenbündel, welches in den verschiedenen Strängen ein- und ausgehende Signale transportiert, zu "Leitungsbrüchen" oder einem Schaden der Isolierung, können Berührungssignale auf die Schmerzfasern überspringen. So ist auch der Phantomschmerz ein Kurzschluss zwischen Nervenfasern.
PRT
= Periradikuläre Therapie
Unter Röntgenkontrolle wird eine Nadel in die unmittelbare Nähe von Nervenwurzeln (Radix) navigiert und ein Medikament injiziert. Schonende, ambulante und erfolgreiche Form der Schmerztherapie.
Röntgen
Aufnahmen von der Wirbelsäule zur Beurteilung von Veränderungen am Knochen, vor Operationen, zum Ausschluß von Knochenbrüchen und zur Verlaufskontrolle. Eine spezielle Vorbereitung der Patienten ist nicht notwendig. Moderne Röntgengeräte fertigen solche Aufnahmen mit einer geringen Strahlendosis an. Für alle, die sich genauer über die Auswirkung von Strahlen informieren wollen, empfiehlt sich ein Blick in Wikipedia.
Schmerzgedächtnis
Nervenzellen können lernen.
Wenn wir ein Gedicht auswendig lernen, müssen wir es ständig wiederholen;
wenn Schmerzen immer wieder auftreten, werden auch diese Lernvorgänge auslösen.
Akute Schmerzen sind überlebenswichtig, sie bewahren uns vor Schaden. Bei immer wieder auftretenden Schmerzen lenkt das Gehirn seine Aufmerksamkeit darauf: da ist irgendetwas nicht in Ordnung, da muss ich mal genauer hinschauen. In der Folge wird die Schmerzschwelle am Ort der Schmerzen erniedrigt, die Schmerzimpulse zum Hirn anderen Impulsen vorgezogen und schneller zum Hirn geleitet. Und auch das neuronale Netzwerk im Hirn ändert sich: so werden schmerzhafte Areale auf der Hirnoberfläche größer repräsentiert.
Mit der Zeit kann es vorkommen, dass es keine Ursache für den Schmerz mehr gibt, die Schmerzen aber weiter wahrgenommen werden. Es können dann normale Berührungen als schmerzhaft empfunden werden oder der Schmerz breitet sich sogar auf andere Körperregionen aus.
Das System ist dann mit einem übersteuerten Verstärker zu vergleichen, wo kleine Geräusche bereits eine massive Übersteuerung auslösen.
Neurowissenschaftler kennen die zugrunde liegenden molekularen und zellbiologischen Zusammenhänge:
- Änderung des neuronalen Netzwerkes
- biochemische Veränderungen der Nervenzellen und der Synapsen
- Anpassung der Schmerzsensoren
Ganz wichtig: Die Ausbildung eines Schmerzgedächtnises ist etwas ganz normales, manche Personen sind aber bevorzugt davon betroffen. Sicher hat es nichts mit einer erhöhten Empfindlichkeit (Weichei) zu tun. Auch "stellt sich keiner an", der unter chronischen Schmerzen leidet.
SCS
Spinal Colum Stimulation, Stimulation der Rückenmarks-Hinterstrangbahnen
Synonyme: DCS, Neuromodulation
Indikationen sind vorwiegend neuropathische, ins Bein ziehende, chronische Schmerzen oder eine therapieresistente Angina pectoris.
siehe [LINK]
Spondylarthrose
Synonyme: Spondylarthrosis deformans
Arthrose der kleinen Wirbelgelenke. Diese kann, muß aber nicht mit Schmerzen (pseudoradikuläre Schmerzen, Facettensyndrom) einhergehen.
Im Röntgenbild sieht man vergrößerte und deformierte Wirbelgelenke.
[Link zur Therapie]
Spondylolisthese
Synonym zu: Gleitwirbel
Spondylose
Fachbegriff für degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, insbesondere der Bandscheiben und Wirbelgelenke.
Mehr zur Arthrose [hier].
TENS
Transkutane Elektrische Nervenstimulation
Was tun Sie wenn Sie sich gestoßen haben? ....Sie reiben an der Stelle!
Ähnliches macht das TENS-Gerät: Die Haut wird elektrisch stimuliert. Das führt zu einer direkten Schmerzblockierung und Aktivierung von zentrale Endorphinen. Es gibt so gut wie keine Nebenwirkungen bei sachgerechter Anwendung.
Video [LINK] zur TENS Therapie
Link bei Wikipedia
Mikrochirurgie
Operationen werden unter einem leistungsstarken Operationsmikroskop durchgeführt. Wir verwenden das OPMI der Firma Zeiss.
















